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Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des Donauraums in Tuttlingen

Durch die veränderte Rechtslage und nach einem Rechtsstreit zwischen der Stadt Tuttlingen und dem Land Baden-Württemberg, darf die ehemals im Innenstadtbereich aufgestaute Donau nicht mehr im vollen Umfang aufgestaut werden. Unter dieser Ausgangslage begleitet translake die Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung der Donau in Tuttlingen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürger*innen im Rahmen eines Beteiligungsprozesses das emotionale Thema der Aufstauung faktenbasiert und ergebnisoffen zu diskutieren, um am Ende eine Empfehlung für den Gemeinderat zu erstellen.

 

Eine Besonderheit in diesem Projekt stellt das große öffentliche Interesse und die starke Identifikation mit dem vorherigen Zustand dar. Dem Beteiligungsprozess gingen zahlreiche Aktionen einer Bürgerinitiative inkl. einer Unterschriftenaktion mit Unterschriften von ca. 1/3 der Einwohner*innen voraus. Im Rahmen von unterschiedlichen Beteiligungsformaten (Onlinebeteiligung mit der mitmap, Stadtspaziergänge, Umfrage, Bürgerwerkstätten) und der Pflege einer Projekthomepage als zentraler Informationskanal, konnte translake die Bürger*innen aktiv und faktenbasiert beteiligen. Neben dem Thema der Aufstauung spielt auch die Umfeldgestaltung sowie die Nutzung der anliegenden Straßen (Reduktion von Parken) eine große Rolle im Beteiligungsprozess. Translake moderierte zwischen den beteiligten Institutionen (Regierungspräsidium Freiburg, Landratsamt Tuttlingen, Stadt Tuttlingen), der gut vernetzten Bürgerinitiative, dem Gemeinderat und der Bürgerschaft. Um weitere Perspektiven in den Prozess mit einzubeziehen, wurden zu den Bürgerwerkstätten zu einem Drittel Stakeholder, zu einem Drittel interessierte Bürger*innen und zu einem Drittel Zufallsbürger*innen eingeladen. Ebenso konzipierte und organisierte translake niederschwellige Beteiligungsevents auf der zum Projektgebiet zugehörigen Weimarstraße, darunter einen „Streifzug durch den Donauraum“ mit Jugendlichen sowie Austauschstände bei Stadtfest und Wochenmarkt. Die Beteiligungsangebote zeigten der Bürgerschaft neue Nutzungen im öffentlichen Raum auf und luden zum Mitmachen und Erleben ein.

 

Als neutraler Partner vermittelt translake zwischen den Beteiligten, organisiert und moderiert die Beteiligungsveranstaltungen, Mitmach-Events, gestaltet und betreut die Projekthomepage und entwickelt Strategien zur Öffentlichkeitsarbeit. Im Laufe des bisherigen Prozesses gelang es, die unterschiedlichen Perspektiven sichtbar zu machen und die Diskussion weg von einer reinen Betrachtung von Pro oder Contra für ein einziges Szenario, hin zu einer offenen Diskussion zur Frage „Was möchten wir in der Stadt und an der Donau erleben?“ zu lenken. Der Prozess wird von einer maximalgemischten Begleitgruppe, welche translake moderiert, unterstützt.




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