Allensbach - Bürgerbeteiligung „Mitte(n) am See“

Gelungener Bürgerdialog mit vielen Ideen für eine attraktive Ortsmitte

Der zweite Schritt der Bürgerbeteiligung „Mitte(n) am See“ war ein voller Erfolg. Rund 150 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Verwaltung, der Begleitgruppe und des Büros translake zum Spaziergang durch die Ortsmitte. Junge wie Ältere diskutierten an vier Stationen und brachten ihre Ideen ein. Ziel der geplanten Sanierung ist es, den Ortskern zu stärken und ihn mehr mit dem See zu verbinden. Die Bahnlinie soll durchlässiger werden, so Bürgermeister Stefan Friedrich.

Anschaulich wurde bei beiden Rundgängen gezeigt, wie der fahrende und ruhende Verkehr die Chance auf eine Begegnung im Ortskern stört. Am Latschariplatz beim Bahnhof zeigte sich: Die eigentliche Visitenkarte des Ortes wird von den Einwohnern als gefährliche Kreuzung empfunden. Bereits jetzt ist es Ziel der Planer, hier „den Sprung über die Bahn zum See zu schaffen“. Der Platz biete schöne Blickkontakte von der Ortsmitte zum See. Das soll durch eine Umgestaltung erlebbar werden.

Am Rathausplatz wurde deutlich, welcher Freiraum sich hier ohne parkende Autos böte. Das Torkelgebäude kam als Café und Veranstaltungsort ins Gespräch. Spontanen Beifall fand der Vorschlag, hier einen Trinkwasserbrunnen und Fahrradabstellplätze für Radfahrer zu schaffen.

An der Lände gab es viele zufriedene Stimmen. Etliche störten sich jedoch an Radfahrgruppen, die hier rücksichtslos unterwegs seien. Kinder wünschten sich eine längere Rutsche sowie Wasserspiele und bessere Klettermöglichkeiten.

Am Stand Brunnengasse wurde über das Nebengebäude des Gasthauses Adler und das Bahnwärterhäuschen informiert. Beide Häuser sind denkmalgeschützt.  Der Projektleiter der Stadtentwicklungsgesellschaft STEG berichtete vom Planungsstand. Gutachter überlegen derzeit, wie der Denkmalschutz für das Gebäude neben dem Adler aufgehoben werden kann. Bürgermeister Friedrich machte die neue Nutzung des Adlers-Geländes von der weiteren Entwicklung abhängig. Bis zum Jahresende soll hier eine Entscheidung vorliegen.

Die Ideen der Bürger werden dem Gemeinderat bei seiner Aprilsitzung vorgelegt und dort diskutiert. Im Sommer wird die Planung für das Gebiet „Mitte(n) am See" in Auftrag gegeben. Beginnen werden die Baumaßnahmen dann an der Lände, sagte Bürgermeister Friedrich. Das Land Baden-Württemberg finanziert die Sanierung mit. Es trägt über ein Landessanierungsprogramm bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Sanierung muss jedoch bis 2022 angestoßen sein. „Dieses Geld holen wir uns“, spornte Stefan Friedrich Planer und Verwaltung an.

 

Eindrücke von der Veranstaltung bekommen Sie auch in dem Südkurierartikel vom 19.03.2019.

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