Real Time Strategic Change (RTSC)

bedeutet, dass sich innerhalb einer Konferenz ein entscheidender Wandel zeigt. Das Verfahren wurde unter anderem von Kathy Dannemiller und Chuck Tyson, Al Davenport entwickelt. Es handelt sich hierbei um eine spezielle Form der Großgruppen-Arbeit von besonderer Effektivität, die eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit der angestrebten Ziele bewirkt.



RTSC-Konferenzen erweisen sich besonders hilfreich bei anstehenden oder bereits begonnenen Reformen, z.B. in Verwaltungen von Städten und Gemeinden.
Eine solche Konferenz kann mit 50-2000 Teilnehmern durchgeführt werden, die an 2-3 Tagen in einem einzigen Raum zusammen kommen, um dort gemeinsam zu arbeiten.
Das Thema oder die Entwicklungsrichtung werden durch Auftraggeber und Führungsspitze vorgegeben. Die Teilnehmer arbeiten in kleinen Gruppen von ca. 8 Personen zusammen. Unterschiedliche Ergebnispräsentationen und Reflexionen im Plenum, die eine wechselseitige Information ermöglichen, ergänzen ihre Arbeit. Die einzelnen Themen und Abläufe werden auf Flipcharts und Moderationswänden präsentiert.
Darüber hinaus werden dramaturgische Methoden (Sketche, Märchen, etc.) eingesetzt, welche dazu dienen, alle für das Thema wichtigen Informationen in lebendiger Weise zu vermitteln.

Die Zukunftskonferenz

ist ein von Marvin Weisbord und Sandra Janoff entwickeltes Instrument, um die gesamte Organisation zu einem Zeitpunkt in einen Raum zu holen.
Es wird zur offenen Ideenfindung und Maßnahmeneinleitung eingesetzt. Zielsetzung ist eine gemeinsame Gestaltung der Zukunft.
Eine Zukunftskonferenz dauert ca. 16 bis18 Stunden, die auf 3 Tage verteilt sind.
Die Teilnehmer (ideale Anzahl: 64) vertreten alle Bereiche, Interessensgruppen und Hierarchien. Im Ablauf der Konferenz finden sich diese mal zu gemischten Teams und mal zu themen- oder interessenorientierten Kleingruppen zusammen, welche selbstorganisiert unter Berücksichtigung einiger weniger Spielregeln und Rollen innerhalb klarer Aufgabenstellungen und Zeitvorgaben arbeiten.
Die Herausarbeitung der Kernentwicklungsziele bildet dabei die Grundlage für eine erste Maßnahmenplanung. Die Aktionsgruppen stellen dann die Ergebnisse ihrer Planungsrunde vor und beschreiben die nächsten Arbeitsschritte.
Die Zukunftskonferenz entfaltet ihre größte Wirkung bei der Entwicklung längerfristiger Ziele und ist zudem ergebnisoffen, d.h. es sollen neue Perspektiven und Ergebnisse formuliert und schließlich mit entsprechenden Maßnahmen gesichert werden.

Die Open Space-Konferenz

wurde Anfang der 80er Jahre von Harrison Owen, zusammen mit einigen Kollegen, in den USA entwickelt und ist vermutlich die am häufigsten eingesetzte Partizipationsform zur Einbeziehung einer großen Anzahl von Menschen.
"Offener Raum" bedeutet Freiraum für die Initiative der Mitwirkenden, die es den Beteiligten ermöglicht, komplexe Aufgabenstellungen und Probleme effektiv zu bearbeiten. Durch diese Eigeninitiative besteht eine hohe Chance auf Umsetzung, internes Lernen und gegenseitigen Austausch aller Beteiligten. Einfache Regeln unterstützen eine gleichberechtigte, reflektierende und ergebnisorientierte Zusammenarbeit.
Die Methode lässt sich mit 10 aber auch mit bis zu 1000 Teilnehmern anwenden. Eine Open Space-Konferenz dauert zwischen einem und drei Tagen. Die Teilnehmer füllen eine Agendawand mit möglichen Workshop-Themen, an denen sie im Laufe der Konferenz selbstorganisiert arbeiten.
Ziel ist es, das Wissen und die Einschätzungen einer großen und möglichst heterogenen Gruppe von Menschen auf eine sehr effektive Weise zusammen zu bringen und dadurch neue, ungewöhnliche Lösungen und Entwicklungsansätze zu finden.
Mit der Open-Space-Methode können drängende oder komplexe Themen (z.B. konkrete Planungsvorhaben, Zukunft einer Gemeinde, etc.) überraschend schnell bewältigt werden. Sie kann für jedes inhaltliche Thema eingesetzt werden.

Appreciative Inquiry (AI)

Appreciative Inquiry (AI), der amerikanische Ansatz mit der Intention "Think positive", wurde von David Coperrider und Suresh Srivastva in den 80er Jahren in den USA entwickelt.
Der Begriff steht für wertschätzende Unternehmensentwicklung. "Inquiry" bedeutet hier die Untersuchung der vorhandenen Ressourcen einer Organisation - der positiven Seiten, der Kraftquellen und Erfolgsmechanismen.
Die Methode eignet sich für das Coaching mit Einzelpersonen, Workshops mit Kleingruppen und Großveranstaltungen mit Unternehmen, Organisationen, Gemeinden und Städten.
Grundlegend geht dieser Ansatz davon aus, dass aus Erfolgen mehr gelernt wird als aus Fehlern und dass die Beschäftigung mit dem Positiven auch dorthin führt.
Zu Beginn wird mit Interviews gearbeitet, in denen ganz gezielt nach Erfolgen und positiven Erfahrungen in der Organisation gefragt wird (Discovery). Diese Interviews sind Kernstück und Basis aller nachfolgenden Schritte. Es folgt eine Phase, in der mittels kreativer Methoden Zukunftsvisionen für die Organisation mit deren entsprechenden Kernthemen erarbeitet werden (Dream). Von diesen Zukunftsvisionen ausgehend wird im dritten Schritt gestaltet, wie die Zukunft in der Organisation aussehen soll (Design). Danach werden konkrete Schritte zur Umsetzung geplant und vereinbart (Destiny).

Methoden:
Real Time Strategic Change
Zukunftskonferenz
Open-Space-Konferenz
Appreciative Inquiry